Martin Tusch heiratet während Corona – Die Besonderheiten

Unser Mitgründer und Autor Martin Tusch hat sich dazu entschieden den ewigen Bund der Ehe einzugehen. Wir möchten ihm herzlich zu diesem Schritt gratulieren. Atuell steckt er gerade mitten in den Vorbereitungen der Hochzeit, aber dennoch hat er sich die Zeit genommen uns einige Fragen zu beantworten.

Redaktion:
Hallo lieber Martin, danke dass du auch in diesen turbulenten Zeiten ein Interview geben kannst. Herzlichen Glückwunsch zur Verlobung. Ihr seid schon mitten in den Vorbereitungen. Macht euch Corona Sorgen?

Martin Tusch:

Vielen Dank! Ich gehöre ja definitiv zu denen, die von Corona am wenigsten betroffen sind. Klar, hier und da gibt es Einschränkungen im privaten Bereich aber mit denen kann ich gut leben. Sorgen mache ich mir viele, ich denke aber, dass wir am Ende das Virus besiegen und wieder zum Alltag zurückkehren können.

Redaktion:

Welche Herausforderungen bringt eine Hochzeiten zu diesen schwierigen Zeiten mit sich?

Martin Tusch:

Wer genaue Vorstellungen von seiner Trauung hatte, sieht aktuell einen kleinen Traumplatzen. Das kann für schlechte Stimmung sorgen. Vor allem große Feiern sind jetzt nicht mehr durchführbar. Oft kann nur der engste Familienkreis bei der Trauung sein, das ist natürlich sehr schade.

Die meisten Paare verschieben ihre großen Feiern auf das kommende Jahr. Das führt dazu, dass viele beliebte Locations mit Anfragen überhäuft werden.

Redaktion:

Gibt es auch wirtschaftliche Auswirkungen auf die Branche?

Martin Tusch:

Für viele Betroffene ist die Situation schlimm. Eventlocations haben zwar eine enorme Nachfrage für 2021, da jedoch die Termine begrenzt sind, können sie den verlorenen Umsatz damit nicht kompensieren. Schlimmer ist es jedoch für kleinere Betriebe, die eine ausgefallene Saison nicht abfangen können. Ich denke da vor allem an Konditoren. Wir haben beispielsweise eine große Torte mit aufwändigen Verzierungen bestellt. Die Konditorei musste dafür Fondant kaufen, zahlreiche Zutaten bestellen und Arbeitszeit investieren. Eine solche Torte kaufen sich die meisten Menschen einmal im Leben. Jetzt werden viele Bestellungen storniert und die Nachfrage bricht massiv ein. Eine solche Torte kostet viel Geld und in Zeiten von Kurzarbeit und einem unsicheren Wirtschaftsklima wird an solchen Luxusprodukten gespart. Außerdem kann man eine große Torte eh nicht mit 5 – 10 Leuten aufessen.

Redaktion:

Wie sieht denn jetzt eure persönliche Planung für die Hochzeit aus?

Martin Tusch:

Wir werden am 12.12. eine standesamtliche Trauung haben. Nach aktuellem Stand der Dinge können wir hier mit 10 Personen feiern. Wir haben unsere Eltern, unsere Trauzeugen und jeweils zwei Verwandte eingeladen. Im Anschluss haben wir einen Tisch in unserem Lieblingsrestaurant reserviert.

Anstatt eines berauschenden Fests gibt es jetzt gute Laune in kleiner Runde. Für mich ist das kein Problem, meiner Verlobten musste ich aber versprechen, dass wir die große Feier nachholen. Schade finde ich vor allem, dass selbst enge Freunde nicht teilnehmen können. Glücklicherweise haben sie aber alle Verständnis dafür.

Redaktion:
Was hältst du von den teilweise sehr strengen Auflagen für Veranstaltungen wie deine Hochzeit?

Martin Tusch:

Für mich persönlich wäre es natürlich schöner, wenn ich feiern könnte wie geplant. Aber jedem sollte bewusst sein, dass das volkomen unverantwortlungslos wäre. Es sterben jeden Tag Menschen an Corona. Menschenleben zu riskieren, weil man einen schönen Tag haben will, das kann doch niemand ernsthaft in Betracht ziehen.

Wenn wir jetzt alle gemeinsam Vernunft an den Tag legen, werden wir mit Sicherheit glimpflich durch diese Pandemie kommen. Hier muss jeder ein paar Opfer bringen.

Redaktion:

Wir danken dir für das Interview lieber Martin und wünschen dir und deiner Verlobten eine tolle Trauung!

Dieses Interview wurde am 26.10. um 18:30 per Telefon geführt.